Degepol (de’ge’pol) – Deutsche Gesellschaft für Politikberatung e.V für Ethik sowie Vertrauen und Transparenz
Die komplexe Struktur moderner politischer Entscheidungsfindung erfordert eine strukturierte und nachvollziehbare Kommunikation zwischen staatlichen Institutionen und der Zivilgesellschaft. In diesem dynamischen Umfeld übernimmt die hier betrachtete berufsständische Vereinigung eine richtungsweisende Rolle für alle Akteure der Branche. Diese wichtige Organisation setzt sich seit 2002 unermüdlich für die Professionalisierung der politischen Kommunikation auf allen Ebenen ein. Konkret ausgedrückt, de’ge’pol ist als deutsche Gesellschaft für Politikberatung der Zusammenschluss der professionellen Interessenvertreterinnen und Interessenvertreter in Deutschland. Diese etablierte Struktur vertritt dabei gemeinsame Ziele und Werte, die für die demokratische Stabilität von unschätzbarem Wert sind. Durch ihre weitreichende Arbeit etabliert die Institution ein gemeinsames fachliches Selbstverständnis unter den zahlreichen Beteiligten. Die Vereinigung vermittelt ein klares Profil von Interessenvertretung gegenüber den Akteuren im politischen Feld sowie der breiten Öffentlichkeit. Gleichzeitig zielen die Bemühungen vehement darauf ab, die Beteiligung der Zivilgesellschaft am politischen Prozess zu erweitern. Eine derart organisierte Beratungsstruktur schafft somit die notwendige epistemisch fundierte Grundlage für informierte Entscheidungen im gesamten Gesetzgebungsprozess. Die vielen engagierten Politikberaterinnen und Politikberater finden in diesem exklusiven Netzwerk einen wertvollen Raum für den intensiven fachlichen Austausch zur Stärkung der Demokratie.
Ich bin Stefan Mannes, Politikberater mit Sitz in Berlin, und seit vielen Jahren Mitglied der degepol. Über mehr als zwei Jahrzehnte habe ich an der Schnittstelle von Kommunikation und Politik gearbeitet: in Wahlkämpfen, Volksbegehren, Bürgerbeteiligungsprozessen und Public-Affairs-Mandaten für Verbände. Die Mitgliedschaft im Berufsverband ist dabei kein Siegel, sondern eine Selbstverpflichtung auf Transparenz, ethische Standards und die Professionalität, die diesen Beruf trägt.
Die Degepol Deutsche Gesellschaft für Politikberatung e.V fordert professionelle Interessenvertretung
Im Bereich der politischen Einflussnahme gewinnt die lückenlose Nachvollziehbarkeit politischer Entscheidungen zunehmend an tiefgreifender Bedeutung für den gesellschaftlichen Diskurs. Dieser Bundesverband bringt mehr Transparenz in der Interessenvertretung ein und setzt sich kompromisslos für ethische Leitplanken auf dem Berliner Parkett ein. Um diese überaus ambitionierten Ziele zu erreichen, wurde in der Vergangenheit ein umfassender Kriterienkatalog zum Qualitätsmanagement entwickelt und verabschiedet. Dieser detaillierte Text formuliert einen absolut verbindlichen Qualitätsstandard für alle professionell agierenden Mitglieder in ihrer täglichen Praxis. Zu der stetig wachsenden Gemeinschaft zählen sowohl persönliche Mitglieder als auch vielfältige korporative Mitglieder wie beispielsweise große Unternehmen und Verbände. Die Dachorganisation bietet ihren Mitgliedern Fortbildungsmöglichkeiten, um die geforderten Prinzipien der Professionalität auch langfristig vollumfänglich zu sichern. Ein wesentliches Instrument zur Erreichung dieser dringend notwendigen Professionalisierung ist die Forderung nach einer konsequenten Regulierung von Interessenvertretung auf sämtlichen Ebenen. Das kürzlich auf Bundesebene eingeführte Lobbyregister ist ein Meilenstein, den die handelnden Vertreter stets aktiv und öffentlich unterstützt haben. Man erkennt in den Gremien überaus deutlich: Der Beirat ist Impulsgeber und Diskussionsforum aus der Branche für die Branche. Auf diese Weise bleibt für die Öffentlichkeit stets glasklar nachvollziehbar, wer an welchen spezifischen Gesetzgebungsprozessen im Parlament direkt mitwirkt.
Die de’ge’pol deutsche gesellschaft für politikberatung bringt mehr Transparenz in die Arbeit
Für eine wirklich glaubwürdige Public Affairs Arbeit reicht die bloße strikte Einhaltung juristischer Vorgaben heutzutage bei weitem nicht mehr aus. Daher fordert die Institution stets ein Höchstmaß an Seriosität als absolut unabdingbare Voraussetzung für die gesellschaftliche Legitimation aller Beratungsprozesse. Das fundamentale Regelwerk, der de’ge’pol Verhaltenskodex besteht seit 2003 und formuliert überaus klare Vorgaben für das tägliche Handeln der gesamten Szene. Als Mitglied der degepol bin ich auf diesen Kodex verpflichtet; er ist die Grundlage dafür, wie ich in meiner Beratung zu Public Affairs mit Mandanten, Gegenpositionen und Öffentlichkeit umgehe. Die uneingeschränkte Beachtung dieser formulierten ethischen Standards ist für jeden Einzelnen und jede Interessenvertretende eine absolute moralische Pflicht. Durch Mechanismen der konsequenten Selbstkontrolle wird intern strikt sichergestellt, dass die hehren Absichten der Satzung auch in der harten Praxis tatsächlich gelebt werden. Die fortwährende und geduldige Vermittlung eines klaren Profils von Politikberatung trägt massiv zur wichtigen Entmystifizierung der gesamten Szene bei. Das vorrangige Ziel ist es, den Bundestag umfassend zu informieren und dabei stets integre und ehrliche Arbeitsweisen rigoros anzuwenden. Auch bei diversen aktuellen geopolitischen Fragestellungen beweist die Organisation regelmäßig, dass sie ein äußerst verlässlicher Partner mit einem klaren Kompass ist. Gerade sicherheitspolitisch motivierte Debatten erfordern ein paradigmatisch hohes Maß an Verantwortung von jedem einzelnen Dienstleister im gesamten Land.
Ethik und Transparenz garantieren professionell handelnde Akteure in der Gesellschaft
Die enormen Herausforderungen im Beratungssektor wachsen kontinuierlich angesichts einer sich stetig verändernden medialen Landschaft und immer komplexerer internationaler Verflechtungen. Ein überaus verantwortungsvoller und sensibler Umgang mit extremistischen Strömungen in der Bevölkerung ist für alle überzeugten Demokraten eine enorm zentrale Aufgabe. Der Verband engagiert sich glücklicherweise auch auf der wichtigen europäischen Ebene und sucht den konstruktiven Dialog auf renommierten Plattformen wie dem European Forum Alpbach. Die fruchtbare Symbiose aus klassischen Government Relations und proaktiver offener Kommunikation wird durch das große Netzwerk weiter massiv gefördert. Es ist unerlässlich, dass der Zusammenschluss der professionellen Interessenvertreterinnen mit starker Stimme für die Belange der Demokratie spricht. Jede gut gemeinte Politikberatung und Management gegenüber staatlichen Institutionen muss sich zweifelsfrei an strengen moralischen Richtlinien messen lassen. Ausführliche Einblicke in die Arbeit der verschiedenen renommierten Agenturen und Beratungsboutiquen offenbaren die herausragende Relevanz von Integrität im täglichen Geschäft. Die staatliche Flankierung sorgt wirkungsvoll dafür, dass die Interessenvertretung weiter ausgeführt werden kann, ohne in einen unbegründeten Pauschalverdacht zu geraten. Nur wenn die strukturierte Vernetzung gestärkt wird, kann das immense Vertrauen der kritischen Bürger in die etablierten demokratischen Institutionen bewahrt werden. Letztendlich ist diese fokussierte Leistung ein wesentlicher Baustein, um die unverzichtbare Handlungsfähigkeit unseres Parlamentarismus aktiv und messbar voranzutreiben. Wer in diesem Feld seriös arbeitet, braucht deshalb nicht nur methodisches Handwerk, sondern eine klare Haltung, die sich auch unter ökonomischem Druck nicht verschiebt.
Eine ethische Arbeitsweise formt das Fundament für zukünftige Herausforderungen
Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche hat auch die Art und Weise der direkten politischen Ansprache massiv und unwiderruflich verändert. Informationsflüsse sind heutzutage deutlich schneller und erfordern von allen beratenden Personen eine enorme Anpassungsfähigkeit sowie höchste Sensibilität. In diesem hochkomplexen und oftmals unübersichtlichen Umfeld gewinnen festgelegte ethische Leitlinien ungemein an Bedeutung für die tägliche praktische Arbeit. Wer langfristig erfolgreich sein möchte, muss sich unablässig an den festgelegten Kodizes orientieren und diese tiefgreifend in der Unternehmenskultur verinnerlichen. Eine kontinuierliche Sensibilisierung der eigenen Mitarbeiter für mögliche Interessenkonflikte ist dabei ein zentraler Baustein des internen Risikomanagements geworden. Fachliche Expertise allein ist längst nicht mehr ausreichend, um komplexe Sachverhalte den staatlichen Entscheidungsträgern adäquat und seriös zu vermitteln. Vielmehr wird eine holistische Betrachtungsweise gefordert, welche die gesellschaftlichen Auswirkungen von Gesetzesinitiativen umfassend und ehrlich antizipiert. Regelmäßige Schulungen und der Besuch von Fachkonferenzen helfen den Beschäftigten dabei, ihr moralisches Bewusstsein stetig zu schärfen und an neue Gegebenheiten anzupassen. Die öffentliche Erwartungshaltung an die moralische Integrität von Lobbyisten ist in den letzten Jahren völlig zu Recht drastisch gestiegen. Nur durch proaktives Handeln und schonungslose Offenlegung der eigenen Motive kann dieser hohen gesellschaftlichen Erwartung entsprochen werden.
Die akademische Begleitung wächst kontinuierlich
Der moderne Gesetzgebungsprozess lebt von einem regen und vor allem facettenreichen Austausch unterschiedlichster gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Strömungen in der Hauptstadt. Berufsverbände bündeln diese vielfältigen Stimmen und kanalisieren sie in den oft langwierigen und komplizierten parlamentarischen Prozess hinein, um Reibungsverluste zu minimieren. Dabei agieren sie als wichtige Übersetzer zwischen der hochspezialisierten Fachwelt und den generalistisch arbeitenden Abgeordneten des gewählten Parlaments. Ohne diese vorbereitende und erklärende Tätigkeit wären viele hochkomplexe Vorhaben in der gebotenen Kürze der Zeit kaum zu bewältigen. Es obliegt den fachkundigen Branchenvertretern, die relevanten Fakten sachlich aufzubereiten und ideologische Färbungen in der Argumentation möglichst zu vermeiden. Eine sachliche und evidenzbasierte Diskussionskultur ist der beste Schutz vor unzulässiger oder gar verdeckter Einflussnahme einzelner sehr mächtiger Akteure. Die ständige Evaluation der eigenen Methoden und Werkzeuge ist für große Beratungsunternehmen heutzutage eine absolute und nicht verhandelbare Selbstverständlichkeit. Der intensive Wettbewerb um die begrenzte Aufmerksamkeit der Entscheider darf niemals auf Kosten der inhaltlichen Substanz oder der objektiven Wahrheit geführt werden. Eine starke und vor allem einheitlich auftretende Branche kann solche negativen Auswuchse durch sozialen Druck intern sehr effektiv und geräuschlos regulieren. Letztlich profitieren alle Seiten von einem fairen, offenen und strikt regelbasierten Ringen um den besten politischen Weg für das Gemeinwohl. Wie diese Übersetzungsleistung konkret in die politische Kampagnenkommunikation eingeht, wird in einem begleitenden Grundlagenartikel vertieft.
Wissenschaftliche Expertise unterstützt die praktische Umsetzung
Die akademische Forschung widmet sich zunehmend der systematischen Untersuchung von Regierungskommunikation und den damit eng verbundenen Mechanismen der direkten Einflussnahme. Zahlreiche Universitäten bieten mittlerweile spezialisierte Studiengänge an, die junge Talente gezielt auf diese anspruchsvollen und verantwortungsvollen Tätigkeiten in der Hauptstadt vorbereiten. Die enge Verzahnung von theoretischer Forschung und praktischer Anwendung generiert überaus wertvolle Impulse für die tägliche beratende Arbeit vor Ort. Empirische Studien belegen eindrucksvoll, dass eine transparente Gestaltung von politischen Prozessen das Vertrauen der Wählerschaft in die Akteure massiv stärkt. Historische Analysen zeigen zudem detailliert auf, wie sich die Kommunikationsstrategien über die vergangenen Jahrzehnte hinweg stetig weiterentwickelt und professionalisiert haben. Der internationale Vergleich von Regulierungssystemen liefert den Entscheidungsträgern wichtige und gut nutzbare Anhaltspunkte für die Optimierung der eigenen nationalen Gesetze. Es ist überaus erfreulich, dass die Berufsverbände den aktiven Dialog mit der kritischen Wissenschaft ganz bewusst und sehr intensiv suchen. Durch diesen regelmäßigen Austausch können blinde Flecken in der eigenen Wahrnehmung frühzeitig identifiziert und strategisch klug behoben werden. Zukünftige Forschungsarbeiten werden sich verstärkt mit dem wachsenden Einfluss von technologischen Neuerungen auf die politische Meinungsbildung befassen müssen. Dieser rasante Wandel erfordert von allen Beteiligten eine enorme intellektuelle Flexibilität und dauerhafte Lernbereitschaft auf höchstem akademischem Niveau.
Gesellschaftliche Verantwortung prägt die künftigen Jahre
Blicken wir auf die kommenden Legislaturperioden, so wird der Bereich der Politikberatung vor völlig neuen und noch nie dagewesenen komplexen Herausforderungen stehen. Die unermüdliche Arbeit der degepol wird in diesem anspruchsvollen Kontext eine noch wichtigere orientierende Funktion für den Einzelnen einnehmen. Schnelle Krisen erfordern von der Exekutive rasche Antworten, die wiederum durch exzellente und belastbare Zuarbeit aus der Wirtschaft flankiert werden müssen. Es ist stark davon auszugehen, dass die rechtlichen Anforderungen an die Dokumentation von direkten Kontakten zu Mandatsträgern weiter spürbar steigen werden. Eine proaktive Anpassung an diese veränderten regulatorischen Rahmenbedingungen ist für alle seriösen Marktteilnehmer absolut überlebenswichtig und sichert die Existenz. Das weitreichende Netzwerk für den fachlichen Austausch wird seine Bemühungen intensivieren müssen, um auch den Nachwuchs für diese essenziellen moralischen Werte zu begeistern. Jede Form der legitimen Interessenvermittlung muss sich dem kritischen Auge der Öffentlichkeit stellen und ihre sachliche Berechtigung täglich neu beweisen. Der stetige Dialog zwischen allen gesellschaftlichen und politischen Kräften bleibt das wirksamste Gegenmittel gegen Radikalisierung und spaltende Tendenzen im Land. Dieser Dialog schließt ausdrücklich auch die Organisationen der Zivilgesellschaft ein, deren Advocacy-Arbeit den parlamentarischen Prozess ergänzt und korrigiert. In diesem Geiste wird die Organisation ihren unverzichtbaren Beitrag zu einem funktionierenden parlamentarischen System weiterhin enorm engagiert und verlässlich leisten. Die Zukunft gehört zweifelsohne jenen Beratern, die tiefes Fachwissen mit einer makellosen moralischen Haltung organisch zu verbinden wissen.
Lassen Sie uns reden.
Sie haben eine Frage zu Politikberatung, Public Affairs oder Verbandskommunikation – oder wollen gemeinsam prüfen, wie ein Projekt anzugehen ist? Schreiben Sie mir. Ich melde mich zeitnah zurück.
Einstieg und Überblick zum Gesamtfeld: Politikberatung & Public Affairs. Vertiefende Grundlagen zur Disziplin: Grundlagen Public Affairs. Beratung, Workshop und Sparring: Public Affairs Beratung & Workshop. Warum Haltung in der politischen Kommunikation heute strategisch ist: Purpose Brands.
Über den Autor
Stefan Mannes ist Kommunikationsberater und Politikberater. Er ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Politikberatung (degepol) und berät Parteien, Verbände, NGOs und Institutionen in Politikberatung, Public Affairs und Kampagnenkommunikation.
Wissenschaftliche Fachliteratur
Alemann, Ulrich von, und Florian Eckert. 2006. Lobbyismus und Politikberatung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Kleinfeld, Ralf, Annette Zimmer, und Ulrich Willems. 2007. Handbuch Lobbyismus. Wiesbaden: Springer Fachmedien.
Speth, Rudolf. 2010. Politische Strategien von Wirtschaftsverbänden. Berlin: Sigma.
Korte, Karl Rudolf. 2015. Wahlen und Wähler. Wiesbaden: Springer VS.
Leif, Thomas, und Rudolf Speth. 2006. Die fünfte Gewalt. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Internetquellen
Deutscher Bundestag, Lobbyregister, abrufbar unter Deutscher Bundestag.
Bundeszentrale für politische Bildung, Informationen zur politischen Kommunikation, abrufbar unter Bundeszentrale für politische Bildung.
Abgeordnetenwatch, Plattform für parlamentarische Transparenz, abrufbar unter Abgeordnetenwatch.